Children of Opium (AT)
Dokumentarfilm von Gulzat Egemberdieva
Der Film dokumentiert den legalen Opiumanbau für pharmazeutische Zwecke in Sowjet-Zentralasien anhand von Archivmaterial und Interviews mit ehemaligen Plantagenarbeitern aus Kirgisistan und Süd-Kasachstan. Im Gegensatz zu dem propagandistischen Archivmaterial, offenbaren Zeitzeug*innen die harten Realitäten der Arbeit auf den Opiumfeldern. Der Film zeichnet den Weg vom legalen Anbau bis hin zum Verbot nach und untersucht den Drogenhandel und –missbrauch, um ein kollektives Trauma der Region zu thematisieren.
Unter den Protagonist*innen sind Verwandte der Filmemacherin, die als Kinder auf den Opiumfeldern arbeiteten, sowie der kirgisische Rehabilitationsspezialist Jenishbek Nazaraliev. In seinem Buch „Erlösen und Vergeben" (2001) würdigt er seinen Vater, einen der ersten sowjetischen Psychologen, der moderne Behandlungsmethoden für Drogensucht einführte, die zuvor auf traditionelle schamanistische Praktiken beschränkt waren.
Deutschland, Kirgistan, Kanada | 80 min | in Entwicklung
Koproduktion mit Chemodan Films