Warnungen an die ferne Zukunft

Experimentalfilm von Juliane Jaschnow und Stefanie Schroeder

Die Zukunft prekärer Hinterlassenschaften der Menschheit wird an Standortfragen entlang diskutiert, in einer endlosen Onlinekonferenz mit 122 Teilnehmer*innen aus der Zivilgesellschaft. Alle Expert*innen sind sich einig: Gestein ist verlässlicher als Politik. Ein stellenweise dreidimensionaler Film über die Suche nach dem deutsch-deutschen Atommüllendlager, zwischen Warnzeichen, Feedback-Loops und Kommunikationsproblemen, leuchtenden Vogelschwärmen und dem Bereich zwischen Zeichen und Objekt: Ein Friedensdampfer kreuzt durch die Moselweinberge – vorbei am NATO-Atomwaffenstützpunkt, vorbei an den verpassten Klimazielen. Die Letzte und die vorletzte Generation begegnen sich nicht. „Wir sind in einer Klimakatastrophe. Braucht es Kartoffelbrei auf einem Gemälde, damit ihr zuhört?” Eine zum stereoskopischen Prä-Cyborg umgestaltete Gottesanbeterin schaut in eine verschobene Vergangenheit. Am Niederrhein wird ein ausrangierter Atommeiler zum All Inclusive Freizeitpark. Es gibt in Deutschland noch kein Endlager für hochradioaktive Abfälle, doch “wie sollen die, die nach uns kommen, vor Gefahr gewarnt sein? Gibt es nicht auch ein Recht auf Vergessen?’’


Fakten

Originaltitel: Warnungen an die ferne Zukunft

Genre: experimenteller Dokumentarfilm

Länge: 19:19 min

Format: 2k DCP Farbe

Sound: 5.1 Surround, Stereo

Herstellungsland: Deutschland

Fertigstellung: Oktober 2025

Förderer: Filmförderanstalt (FFA), Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Sächsische Landesmedienanstalt SLM

Festivals/Preise

  • Weltpremiere: 76.Berlinale Forum Expanded

Team

Buch/Regie, Kamera & Schnitt:
Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder

Creative Producer: Kathrin Lemcke

Produktion: Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder

Ko-Produktion: PARA Film GbR

zusätzliche Kamera: Francesca Bertin, Holger Reißig, Katharina Wittmann

Ton: Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder,
Francesca Bertin

Sounddesign: Juliane Jaschnow & Stefanie Schroeder,
Florian Marquardt

Musik: Shoï Lorillard

Tonmischung: Florian Marquardt

Farbkorrektur: Enrico Wittich, Trickkiste

DCP: Sebastian Brauer, Trickkiste

Requisitenbau: Gregor Peschko

Animation: Holger Reißig

Übersetzung: Rubaica Jaliwala

Untertitelung: kante film

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